Es könnte heute spielen: Faust, der alles studiert hat, weiss jetzt, dass die Klugheit ihm nichts nützt, um zu verstehen, «was die Welt im Innersten zusammenhält». Wir steigen in die Geschichte ein, wenn aus dem Pudel der Teufel sich entpuppt und Faust ein Angebot macht: den Pakt mit Illusion und Täuschung. Wir sehen, wie Faust mit Mephisto den Pakt schliesst, sich dem Bösen ergibt und Mephisto sich zu früh freut und nicht versteht, was Gott am Anfang dem Verderber mitgibt: «Ein Mensch in seinem dunklen Drange ist sich des rechten Weges wohl bewusst.» Dann springen wir ans Ende des Dramas. Die Sorge rüttelt am 100-jährigen Faust. Goethes Faust wird gerne als «Mythos des modernen Menschen» bezeichnet. Was das heisst und warum es sich lohnt, mit Faust den Weg in Hexenküche, Gretchens Himmel und Kerker, dann in die grosse Welt zu gehen, um bei sich anzukommen, davon wird an diesem Abend die Rede sein.

 

Inszenierung: Andrea Pfaehler;
Regie Eurythmie: Rafael Tavares;
Dramaturgie, Vortrag: Wolfgang Held;
Schauspiel: Katharina Schumacher, Mephisto, Torsten Blanke, Faust;
Eurythmie: Rafael Tavares (Sorge), Alison Kane, Anna Thei, Enelin Pruul;
Sprache: Babette Hasler

 

(mit Pause)

Eintritt frei

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