Philip Kovce

Philip Kovce

1986 in Göttingen geboren, forscht an der Seniorprofessur für Wirtschaft und Philosophie der Universität Witten/Herdecke sowie an der Götz Werner Professur für Wirtschaftspolitik und Ordnungstheorie der Universität Freiburg im Breisgau. Außerdem gehört er dem Forschungsnetzwerk Neopolis sowie dem Thinktank fwd – first world development an und schreibt regelmäßig für Presse und Rundfunk. Seine Texte erschienen u.a. in der «ZEIT», der «FAZ» und der «Süddeutschen Zeitung».
 
 

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Frageatmosphären

Kritik:
Zu Zeiten der Aufklärung war Kritik ein produktiv-provokativer Begriff – nicht zuletzt dank Kants dreier Kritiken. Inzwischen ist er zum Bestand jenes Vokabulars zu zählen, das der Mediävist Uwe Pörksen «Plastikwörter» schimpft: tausendfach gebrauchte, missbrauchte Wörter, die normativ aufgeladen, jedoch ohne jede Leuchtkraft sind. Mehr denn je bedarf es gegenwärtig einer Kritik der Kritik, wird doch allerorts behauptet, man sei kritisch. Was aber heisst und wie bezeichnet man diesen Anspruch treffend? Welche Gebärden liegen dem zugrunde, was Kritik genannt zu werden verdient? Und was fordern einzelne Formate an Fähigkeiten – etwa Film-, Musik-, Theater- oder Literaturkritiken?

Aphoristik:
Der Aphorismus, ein philosophisches Initial – diesen Horizont gilt es zu erschliessen. Denn als «fermentum cognitionis», als Gärstoff des Erkennens (Gotthold Ephraim Lessing) ist die aphoristische Gattung noch immer unentdeckt. Dabei sind Gedanken auf dem Weg gen Sprache und Sprache in ihrer Transparenz und Offenheit zum Denken einander nirgends so nah und intim miteinander verbunden wie im Aphorismus. Gehört dieser Gattung die Zukunft, da sie den Schlüssel zu ihrem Verständnis so offensichtlich in die Hände des Rezipienten, des freien Geistes legt – ihn seiner Produktivität versichernd und mit ihr rechnend?

Publikationen

Bücher (als Autor):

- Ich schaue in die Welt. Einsichten und Aussichten, Verlag am Goetheanum, Dornach 2020.

- Ich-Bildung. Der Mensch als Schöpfer seiner selbst. Motive einer ungeschriebenen Philosophie Gerhard Kienles, Verlag des Ita Wegman Instituts, Arlesheim 2017.

-  (mit Daniel Häni): Was würdest du arbeiten, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre? Manifest zum Grundeinkommen, Ecowin Verlag, Salzburg 2017.

- ICH SETZE ICH-SÄTZE. Egoismen, AQUINarte Literatur- und Kunstpresse, Kassel 2016.

- Von Bologna nach Berlin und wieder zurück. Über die Verfassung der Universität. Eine Bildungsreise, Metropolis Verlag, Marburg 2016.

- (mit Daniel Häni): Was fehlt, wenn alles da ist? Warum das bedingungslose Grundeinkommen die richtigen Fragen stellt, Orell Füssli Verlag, Zürich 2015. 

- Dialog für eine Stimme, AQUINarte Literatur- und Kunstpresse, Kassel 2015.

- Der freie Fall des Menschen ist der Einzelfall. Aphorismen, Futurum Verlag, Basel 2015.

- Versuch über den Versucher, AQUINarte Literatur- und Kunstpresse, Kassel 2014.

- Götterdämmerung. Rudolf Steiners Initialphilosophie, Edition Immanente, Berlin 2014.

- Logisch-philosophischer Abriss. Zum Werk Michael Bockemühls, AQUINarte Literatur- und Kunstpresse, Kassel 2014.

 

Bücher (als Herausgeber):

- (mit Birger P. Priddat): Bedingungsloses Grundeinkommen. Grundlagentexte, Suhrkamp Verlag, Berlin 2019.

- Die schönsten deutschen Aphorismen, Insel Verlag, Berlin 2019.

- Soziale Zukunft. Das bedingungslose Grundeinkommen. Die Debatte, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2017.

- (mit Birger P. Priddat): Die Aufgabe der Bildung. Aussichten der Universität, Metropolis Verlag, Marburg 2015.

- An die Freude. Friedrich Schiller in Briefen und Dichtungen, AQUINarte Literatur- und Kunstpresse, Kassel 2015.

- Stichwort Freiheit. Spirituelle Perspektiven, Rudolf Steiner Verlag, Basel 2014.