ANGABEN ZU UNSEREM PROGRAMM
Ins Leben rufen III
Schöpferisches Erkennen und Handeln
Jahreskurs - Einstieg auch zwischen den Trimestern möglich!
DAS SEMINAR IST AUSGEBUCHT!
14:00 - 18:00
Die Grundfrage des Jahresseminars lautet: Wie können wir ins Leben rufen, wonach das Leben ruft? Was ist das Schöpferische, das Erneuernde und das Verändernde? Was sind die Erkenntnis- und Freiheitsgrundlagen des Schöpferischen? Worin unterscheidet sich das chronologisch Neue von dem kairologisch Neuen? Warum müssen wir in Bezug auf viele Dinge sagen, dass «das Neue daran nicht gut, und das Gute daran nicht neu» (Gotthold Ephraim Lessing) ist? Gibt es unterschiedliche Grade des Neuen? Warum ist unsere Neugier fast immer nur Altgier? Inwiefern ist «die Mode die ewige Wiederkehr des Neuen» (Walter Benjamin)? Was ist täglich neu?
Der Mensch im Zentrum – als der, welcher sich selbst zur Frage wird
Ein Seminar zur Einführung in die Existenzphilosophie
Neu am Dienstagabend!
19:00 - 20:30
«Le cœur a des raisons que la raison ne connaît pas». Dieser Satz stammt von Blaise Pascal, der als einer der Urahnen der Existenzphilosophie gelten kann. Der Existentialismus, verbunden mit den Namen Jean-Paul Sartre und Albert Camus, ist eine geistesgeschichtliche Grösse, die uns heute, aus historischer Distanz, mehr oder weniger interessieren mag. Die philosophische Thematisierung des Existenzproblems aber reicht viel weiter in die Geschichte zurück und ist bis heute aktuell geblieben. Existenzphilosophie war und ist immer eine Philosophie des Widerspruchs. Das Seminar möchte erkunden, was die Denker der Existenz zu diesem philosophisch begründeten Widerspruch gereizt hat. Die These wird sein, dass es bei ihm stets um den Hinweis und die Anerkennung einer anderen Vernunft ging, die im Bereich der Existenz massgebend ist, vom Rationalismus aber verdeckt und als irrational ausgeschieden wird.
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Philosophicum Forum: Konsumistischer Konsum
Mit Franz Hochstrasser und Ueli Mäder
19:00 - 20:30
„Konsumismus. Kritik und Perspektiven“ – in dieser Kürze meldet Franz Hochstrasser sein neues Buch an. Dass wir konsumieren, ist lebensnotwendig. Nicht aber, dass der Konsum sich verselbständigt und unsere Kultur in eine konsumistische Kultur umbaut. Dieser Umbau erfolgte nicht durch höhere Gewalt. Er ist menschengemacht. Den strukturellen Rahmen gibt die kapitalistische Wirtschaftsweise mit ihrem sakrosankten Wachstumsprinzip ab.
Literatur und Philosophie
Dostojewskijs "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch"
19:00 - 21:00
In diesem Roman von Fjodor Dostojewskij kommen grundlegende existenzielle Fragestellungen zur Sprache. Dostojewskij entwirft literarisch brillant das Bild eines Menschen, der sich in seiner Reflexion verpuppt und dabei zwischen Selbstüberschätzung und Selbsterniedrigung hin und her schwankt. Im Kurs werden Themen wie Möglichkeiten und Gefahren der Reflexion, Selbstwahrnehmung und Wahrnehmung des Anderen skizziert.