Buchvernissage «In Stalins Reich» mit Jürg Düblin

Buchvernissage: Jürg Düblin In Stalins Reich – Die Moskauer Jahre des Architekten und Städteplaners Hans Schmidt 1930 – 1937

23. Januar 2020

Der Architekt Hans Schmidt (1893-1972) gilt als Pionier der Moderne und des Neuen Bauens. Zusammen mit der Gruppe um den Frankfurter Architekten Ernst May ging er 1930 in die Sowjetunion, wo er hoffte, seine Ideen des sozialen Wohnungsbaus verwirklichen zu können. Unter dem zunehmend repressiven und totalitären Regime Stalins verliess er das Land 1937 und kehrte in die Schweiz zurück. Das Buch stellt seine privaten wie auch die beruflichen und gesellschaftlichen Umstände seines Aufenthaltes in den Mittelpunkt.

Programm:

  1. Begrüssung durch Nadine Reinert, Leiterin Philosophicum im Ackermannshof
  2. Dorothee Huber, Kunsthistorikerin, über Hans Schmidt als Architekten
  3. Jürg Düblin über seine Untersuchung. Kostproben aus dem Werk
  4. Apéro

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Jürg Düblin, Dr. phil. Historiker, geb. 1943. 1975 Promotion mit einer Dissertation zur neuerer Schweizer Geschichte („Die Anfänge der schweizerischen Bundesversammlung 1848-1854“). 1970 bis 2005 Unterricht als Gymnasiallehrer in den Fächern Geschichte und Deutsch in Basel. Ab 2005 Beschäftigung mit Leben und Werk des Malers Paul Camenisch (1893-1970). Publikation des Aufsatzes „Ernst Ludwig Kirchner und Paul Camenisch: eine schwierige Beziehung“ in der „Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde“, Basel 2009; 2011-2018 Arbeit an einer umfassenden Studie über den Basler Architekten Hans Schmidt (1893-1972)

Dorothee Huber, Kunsthistorikerin, Dozentin für Architekturgeschichte am Institut Architektur FHNW. Wissenschaftliche Mitarbeit am Historischen Museum Basel, am Lehrstuhl für Kunstgeschichte der ETH Zürich, am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur gta der ETH Zürich und am Architekturmuseum Basel. Schwerpunkte der selbstständigen wissenschaftlichen Arbeit: Klassizismus und Neues Bauen, jüngere Architekturgeschichte.